Bei Leerfahrten wird draufgezahlt
Frachtenbörsen sind ein gutes Mittel um Leerfahrten zu vermeiden. Wer allerdings der Meinung ist mit Angeboten aus Frachtenbörsen sein ganzes Geschäft aufzuziehen, wird schnell eines Besseren belehrt werden. Frachtenbörsen dienen der Vermeidung von Leerfahrten und eine bessere Fahrzeugauslastung für die Transporteure. Das Preisniveau ist viel zu gering um eine ausschließliche Befrachtung nur über Frachtenbörsen abzuwickeln.
Während es für die großen Player in der Branche mit eigenen Netzwerken zumeist relativ einfach ist, Rückfrachten zu organisieren, ist es für mittelständische Unternehmen des Transportgewerbes schwieriger, Leerfahrten und nur teilweise ausgelastete Fahrten zu vermeiden. Dies gilt vor allem im Spotmarkt. Eine Möglichkeit, die Fahrzeuge besser auszulasten, ist die Nutzung von Frachtenbörsen.
Mittlerweile ist es auch für die Großen am Markt gang und gebe Frachtenbörsen einzusetzen. Meist werden aufgrund des hohen Marktanteils geschlossene Benutzergruppen (GBG) bei den Frachtenbörsen für die Großen am Markt eingerichtet. Diese GBG's erlauben es Offerten, innerhalb des Firmennetzwerkes schnell und effizient zu veröffentlichen. Wird ein Angebot nicht innerhalb eines festgesetzten Zeitraums innerhalb des Unternehmens vergeben, fällt die Offerte in das offene System der Börse.
Da dieses System für große Unternehmen sehr effizient ist findet man in Frachtenbörsen Namen wie die Deutsche Post, Dachser, DHL, Gefco, Kühne & Nagel, Schenker.
