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Ein europäischer Auslandführerschein muss in Deutschland nicht unbedingt anerkannt werden, das geht aus einem aktuellen Urteil des Europäischen Gerichtshofs hervor. Ein Mann, der aufgrund zahlreicher Vorstrafen in Deutschland keinen Führerschein machen durfte, erwarb die Fahrerlaubnis stattdessen in Tschechien.

Die Tatsache, dass der Mann in Deutschland keinen Führerschein machen durfte, reicht nicht allein aus, um ihm die Anerkennung des Auslandsführerscheins zu verweigern, entschieden die Richter. Es sei aber möglich die Anerkennung des Führerscheins abzulehnen, wenn es Beweise dafür gibt, dass der Führerscheininhaber keinen festen Wohnsitz in dem Land hatte in dem der Führerschein erworben wurde oder nachweisen kann, dass er dort für mindestens sechs Monate studiert hat, hieß es weiter.

Quelle: Europäischer Gerichtshof