Autor: | Kategorie: Transport News |

Pinkelprämie oder Pinkelgebühr ?

Sie haben richtig gelesen, Pinkelgebühr oder Pinkelprämie. In fast allen Raststätten ist es üblich für den Toilettengang 50Cent zu zahlen und im Gegenzug einen Wertgutschein in Höhe von 50Cent zu bekommen. Vor einigen Monaten gab es eine kleine Veränderung: Die Raststätten verlangen seither 70Cent für die Toilettenbenutzen, der Service und die Qualität sind die Gleiche, genauso wie der Wertgutschein in Höhe von 50Cent. Folglich zahlt man dort nun eine Pinkelgebühr von 20 Cent.

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Die VEDA, Vereinigung Deutscher Autohöfe e.V., dreht den Spieß um. Autohöfe, die nicht direkt an Autobahn liegen, bieten die Pinkelprämie an. 50Cent für den Toilettengang bezahlen und einen Wertgutschein in Höhe von 70Cent erhalten. Hier bekommt man 20Cent geschenkt. „Zur Sommerreisezeit 2013 wird die Pinkelgebühr von 50 Cent mit 70 Cent rückvergütet“, teilte der Branchenverband der VEDA (Vereinigung deutscher Autohöfe) mit. Die Aktion gilt nur im Zeitraum vom 19. Juni bis zum 11. September 2013.

Zurück zur oben gestellten Frage. Die VEDA erhofft sich natürlich, dass die Autohöfe, die innerhalb eines Kilometers von der Autobahn entfernt liegen, in den Sommermonaten durch die Pinkelprämie mehr Kundschaft bekommen. Die LKW-Fahrer freut es jetzt schon. „Endlich mal was Positives!“ sagt einer. Ein anderer merkt an: „Ich verstehe gar nicht, warum man überhaupt die Autobahn-Stationen baut, die privaten Autohöfe sind viel besser und kosten den Steuerzahler keinen Pfennig. Außerdem regt mich die Toilettengebühr von 70 Cent auf!“

Nicht nur Raststättenbesucher auch der Automobilclub ADAC kritisierte erneut, dass der Toilettenbesuch kostenpflichtig sei, egal ob noch etwas konsumiert werden würde oder nicht. Laut den Raststättenbetreibern fließen die 20Cent in die Qualitätssicherung. Nach einer Umfrage der YouGov seien etwa nur 50% der Befragten mit der Qualität zufrieden. Im Rahmenvertrag der 1998 zwischen der Bundesregierung und der Gesellschaft für Nebenbetriebe der Bundesautobahnen wurde angemerkt, dass der Verkauf nur getätigt wird, wenn „eine ganzjährige, durchgehende, unentgeltliche Benutzung der sanitären Anlagen akzeptiert“ wird.

 

Quelle: spiegel.de



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