Author: | Category: Transport News |

Laut einer Studie des französischen Unternehmens Sanef sind die französischen Autofahrer am Steuer entspannter geworden. Es gibt immer noch Autofahrer die die Geschwindigkeitsregelungen ignorieren, jedoch hält sich die Mehrheit an die Verkehrsregeln. Die Zahl der Unfalltoten wurde innerhalb von 10 Jahren halbiert.

Blogbilder_IMG_9126

Vor ein paar Jahren gab es noch viele Staus und viele verängstigte Touristen auf den französischen Straßen. Verängstigte? Ja, da der französische Verkehr ein Albtraum ist. Mittlerweile ist der Verkehr deutlich entspannter laut einer Studie der Sanef. Im dritten Jahr in Folge konnten im Zusammenhang mit der Studie zum Verhalten der Verkehrsteilnehmer  positive Zahlen vorgelegt werden.

Die Sanef (Société des Autoroutes du Nord et de l’Est de la France) hat 150.000 Fahrer auf der A13 bei der französischen Stadt Vernon beobachtet. Die Strecke ist eine lange Gerade und die Zahl der Lkw und Pkw entspricht dort dem französischen Durchschnittsverkehr. Die Studie wurde innerhalb einer Woche Ende März durchgeführt. „Wir haben die Woche Ende März ausgesucht, da in dem Zeitraum keine Ferien sind und der Verkehr eine bestimmte Dichte hat“ erklärt der Sicherheitsbeauftragte von Sanef. Sanef hat unter vier Gesichtspunkten die Autofahrer beobachtet: Sicherheitsabstand, Blinkerverhalten, Geschwindigkeit und Fahrweise in Baustellen. Das Befahren der mittleren Spur wurde ebenfalls bewertet und in jeder Kategorie nochmals berücksichtig.

75% der Fahrer haben den Sicherheitsabstand eingehalten. Im Vergleich zum letzten Jahr achteten 5% mehr darauf, dass der Abstand eingehalten wurde. 18-20% der Autofahrer missachteten den Sicherheitsabstand komplett. Wenn man sich dagegen das vorangegangene Jahr anschaut, wo jeder Dritte zu dicht auffuhr, ist das eine Verbesserung. Sanef erklärt, dass es unter anderem an den Kampagnen zur Sensibilisierung der Autofahrer läge, dass mehr und mehr auf den Sicherheitsabstand achten. Sanef merkte an, dass in 60% der Unfälle mindestens zwei Autos beteiligt seien.

Blinker sind eine gute Sache und werden häufiger benutzt. Wenn man den Blinker nutzt, zeigt man seinem Hintermann an, dass die Spur gewechselt werden möchte. Der Hintermann stellt sich darauf ein und hält Abstand oder verringert die Geschwindigkeit. Überhöhte Geschwindigkeit ist die Hauptursache für Unfälle mit Todesfolge. Die Durchschnittsgeschwindigkeit betrug während der Studie 120,5kmh. 3% fuhren schneller als 150kmh. Das Verhalten und die Fahrweise der Autofahrer im Baustellenbereich sind sehr beunruhigend. Fast die Hälfte der Fahrer hält sich im Baustellenbereich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzung und gefährdet somit die dortigen Baustellenarbeiter und damit auch sich selbst. Zwei Drittel fahren über 110kmh während 44% schneller als 120kmh unterwegs sind!

Die Nutzung der Mittelspur und der Spurwechsel wurde in allen vier Kategorien gesondert betrachtet. Einer von drei Autofahrern fährt auf der mittleren Spur, obwohl die rechte Spur frei ist. Das ist eine schlechte Angewohnheit, die man auch immer öfter in Deutschland feststellen muss. Nichtsdestotrotz, die französischen Straßen werden sicherer und die Zahl der Unfälle sinkt stetig. Es ist ein Schritt in die richtige Richtung und dank der Hilfen und Kampagnen wie denen von Sanef kann man eine Verbesserung feststellen.

 

Quelle: lefigaro.fr, sanef.com