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Der Transportsektor ist für erschreckende ca. 25% der weltweiten CO2-Emissionen verantwortlich. Da die Wachstumsraten weltweit eine steigende Tendenz aufweisen, steht die Transportbranche bei der Einsparung von CO2 vor großen Herausforderungen.

Nach umweltökonomischen Gesamtrechnungen vom Statistischen Bundesamt sind im Jahr 2005 mehr als 61 Mill. Tonnen der direkten CO2-Emissionen außerhalb Deutschlands durch den Transport von Im- und Exportgütern entstanden. Sie lagen damit um 5 Mill. Tonnen über den inländischen Emissionen aus dem Güterverkehr. Die CO2-Emissionen der Seeschifffahrt und der Luftfahrt im internationalen Güterverkehr werden in den nationalen CO2-Bilanzen entsprechend Kyoto-Protokoll bisher nur partiell berücksichtigt.

Rund 70% der CO2-Emissionen, die durch den Transport der Außenhandelsgüter entstehen, sind dabei auf deutsche Importe zurückzuführen, 30% auf die deutschen Exporte (2005). Im Vergleich dazu lag der Wert der deutschen Exporte im Jahr 2005 mit 897 Mrd. Euro deutlich über dem der Importe (753 Mrd. Euro). Hier kommt zum Tragen, dass Güter mit geringem Verarbeitungsgrad (z. B. Rohstoffe) meist in großen Mengen und über große Entfernungen importiert werden, während beim Export hochwertigere Güter in kleineren Mengen meist über geringere Entfernungen transportiert werden.

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