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Seit über einen Monat ist die Leverkusener Rheinbrücke auf der A1 für Fahrzeuge über 3.5t gesperrt. Ein Einzelfall? Wohl kaum. Immer mehr Brücken werden als marode und sanierungsbedürftig eingestuft und das nicht nur im Rheinland oder Ruhrgebiet.

Die Fahrzeugindustrie entwickelt sich schneller als Straßen und Parkplätze breiter gemacht und Verordnung beschlossen werden können.  In den 70er Jahren waren die Fahrzeuge um einiges kleiner und kompakter und nicht so zahlreich auf deutschen Straßen vertreten. Einer Studie des Automobilclubs zufolge ist das Verkehrsaufkommen seit 1975 um 130% gestiegen, während das Straßennetz sich nur um 30% vergrößerte.

 

Wer kennt die Situation nicht, wenn er einen Parkplatz in der Stadt sucht oder auf der Autobahn durch eine Baustelle muss? Die Parkhäuser und Parkplätze sind sehr eng, ein gutes Auge und Millimeterarbeit sind gefragt, egal ob man einparkt oder nur um die Kurve fährt. Viele meiden Parkhäuser und innerstädtische Parkplätze, da das Auto und das Schadensrisiko zu groß sind. Sollte etwas passieren, sind es zwar meist nur Blechschäden, aber dennoch ärgerlich. In Baustellen auf Autobahnen sieht es leider anders aus: die linke Spur ist 2,10m breit, eine Breite, die viele Fahrzeuge ebenfalls erreichen. Wenige Zentimeter können zu Unfällen und kilometerlangen Staus führen.

Ebenfalls auf der Strecke geblieben sind die Brücken. Instandhaltungsmaßnahmen sind im Rückstand, die Autofahrer und insbesondere LKW-Fahrer zu spüren bekommen. Die Leverkusener Rheinbrücker ist für Fahrzeuge ab 3.5t gesperrt, die Umleitungen, die gefahren werden müssen, kosten Zeit und Zeit ist Geld im Transportgewerbe. Glücklicherweise sind die Schäden noch rechtzeitig aufgefallen,  sodass eine Vollsperrung nicht notwendig ist. Die Brücke soll bis Mitte März saniert und für den Verkehr über 3.5t wieder freigegeben werden.

Nach Prüfungen von weiteren Brücken deutschlandweit, wird ab dem 14.Januar 2013 die Mühlheimer Brücke in Köln für den Verkehr ab 30t gesperrt werden. Drei Brücken in Mecklenburg-Vorpommern werden ebenfalls für LKW gesperrt, sowie ein Bauwerk in Wismar für Fahrzeuge ab 12t. Alternative zum Transport auf der Straße gibt es: der Schienenverkehr. Hier können allerdings die Kosten schnell explodieren, wenn statt einer Lok, Zwei benötigt werden. Das Straßennetz muss folglich weiter ausgebaut werden und das Geld, welches die Regierung aus der Maut einnimmt, direkt in Sanierungsprojekte investiert werden.

Wie Studien der Regierung belegen, wird der Verkehr in den nächsten Jahren weiter steigen. Nur das Straßennetz wird nicht vergrößert. Engpässe schießen wie Pilze aus dem Boden und der PKW- und LKW-Fahrer steht vor neuen Herausforderungen.

 

Quelle: dvz.de