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In Deutschland ist AdBlue mancherorts ausverkauft und auch der Preis ist deutlich höher. Dies betrifft viele Fahrer von Dieselfahrzeugen, die diesen Harnstoffzusatz für ihr Auto benötigen.

Besitzer neuerer Dieselfahrzeuge müssen zusätzlich zum Kraftstoff regelmäßig AdBlue tanken, denn ohne diesen Abgasreiniger bleiben die Autos stehen. Das Additiv, das man an Tankstellen abzapft oder in Kanistern in Baumärkten oder Werkstätten kauft, ist derzeit mancherorts ausverkauft und auch deutlich teurer.

Betroffen sind viele Fahrer neuerer Dieselautos, etwa zehn Prozent aller Fahrzeuge in ganz Deutschland. Auch Lkw sind betroffen. Es gibt keine allgemeine Knappheit, aber einen deutlichen Preisanstieg um bis zu 170%.

Gründe für den AdBlue Preisanstieg

Dass AdBlue in Deutschland teurer ist und mancherorts sogar ausverkauft ist, liegt an den hohen Gaspreisen. Da Gas für die Herstellung von Ammoniak, dem Grundstoff für AdBlue, benötigt wird, haben die ersten Chemiefabriken, wie der Riese BASF, ihre Produktion gedrosselt.

Weiterer Hintergrund der aktuellen Entwicklung ist die Schließung von Produktionsstätten bei den AdBlue-Herstellern aufgrund des enormen Anstiegs der Energiekosten. Infolge dieser Produktionsstopps droht uns im schlimmsten Fall eine AdBlue-Knappheit in ganz Europa.

Auf Seiten der großen AdBlue-Hersteller in Deutschland gibt es unterschiedliche Aussagen. Auf der einen Seite hört man, dass es sich in Wirklichkeit um ein logistisches Problem handelt, das auf bereits getätigte Massenkäufe zurückzuführen ist. Ein anderer Hersteller gibt zu, dass er aufgrund der hohen Nachfrage keine neuen Kunden mehr bedienen kann.

Nach Ansicht des ADAC muss die Industrie die Versorgung mit AdBlue auch bei hohen Gaspreisen sicherstellen, bevor es tatsächlich zu einer allgemeinen Verknappung kommt und viele Dieselfahrer nicht mehr ohne AdBlue fahren können.