Autor: | Kategorie: Firmenporträts, Transport News |

Die medizinische Unterwegsversorgung von DocStop für Berufskraftfahrer und -fahrerinnen gibt es nun auch in Österreich:  Am 12. November 2014 14:00 Uhr wird der Stützpunkt bei der ProRast an der A2 Abfahrt Fürstenfeld/Ilz eröffnet. IHier in Deutschland gibt es die Versorgung bereits seit 2007.

Seit 2007 setzt sich der Verein DocStop für Europäer e.V. für die Gesundheit und eine bessere Versorgung der Berufsfahrer ein. Die Gesundheit der Lenker ist sehr wichtig, doch da ein chronischer Mangel an ausgebildeten Lenkern besteht, lastet enorm viel Druck auf deren Schultern und die Fahrer fahren angeschlagen die Ware von A nach B. Der Stresspegel steigt und es bleibt keine Zeit um zum Arzt zu fahren. Wer würde sonst die Ware von A nach B bringen? Eventuell ein Anderer, doch dann ist der Job weg.

An dieser Stelle kommt DocStop ins Spiel. Unterstützt von der TimoCom, Service24 und der Polizei können sich Fahrer mit Beschwerden unter der folgenden Telefonnummer melden und sich anschließend von einem Arzt untersuchen lassen: 018 05 – 112 024. Die Hotline ist in 23 europäischen Sprachen besetzt und somit für jeden Fahrer erreichbar und verständlich. In Deutschland stehen den Lenkern bereits 700 Mediziner zur Verfügung.

Was tut der Verein?

In der Satzung unter Punkt 3 steht folgendes geschrieben:

„Der  Verein  fördert  die  öffentliche  Gesundheitspflege  und  die  Unfallverhütung  als  gemeinnützige Zwecke. Dies erfolgt u. a. durch  die Beratung und Unterstützung von Entscheidungsträgern zur Verbesserung der Gesetzgebung zu Gesundheitsdienstleistungen

–  zu Regelungen über Sicherheit und Gesundheitsschutz für mobile Arbeitsplätze
–  zu Gesundheitsversicherungsfragen und Gesundheitskostenerstattungen
–  zur Inanspruchnahme von Gesundheitsdienstleistungen im In- und Ausland.“

Lenker sind generell gefährdet an Bluthochdruck, Schlafstörungen und Rückenleiden. In einer Umfrage vor einigen Jahren antworteten 41% der Befragten, dass sie an Rückenschmerzen litten. Nicht nur körperliche sondern auch psychische Beschwerden erschweren den Berufsalltag. Schließlich arbeiten die Lenker unter Stress und im Schichtdienst. „Die Arbeitsbedingungen deutscher Kraftfahrer scheinen aus einer Parallelwelt zu stammen, in der Menschlichkeit ein Fremdwort ist und 15-Stunden-Schichten anscheinend leider keine Ausnahme sind.“ So Annika Adler, die im Rahmen ihrer Diplomarbeit „Gesundheitsförderung im Kraftverkehr – Die Auswirkungen der Tätigkeit als Berufskraftfahrer auf die physische und psychische Gesundheit“ die Daten ausgewertet hat.