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Wer defekte Europaletten zum Tausch übergibt oder im eigenen Unternehmen als technische Arbeitsmittel einsetzt, kann mit einem Bußgeld von bis zu 100 000 EUR bestraft werden.

Da gebrauchte unbeladene Europaletten als „Waren“ im Sinne des Produktsicherheitsgesetzes und beladene als „technische Arbeitsmittel“ gelten, verstößt der Einsatz von defekten Europaletten gegen das Produktsicherheitsgesetz (ProdSG). Eine defekte Palette gefährdet die Sicherheit und Gesundheit des Verwenders und von Dritten und deswegen darf sie weder innerbetrieblich genutzt noch in Verkehr gebracht werden.

Nach den Infromationen von der Deutschen Logistik-Zeitung wird jetzt der Empfänger palettierter Waren verpflichtet vor der Rückgabe die Europaletten nach gebrauchsfähig und nicht gebrauchsfähig zu sortieren. Wer defekte Paletten im Tausch übergibt, macht sich strafbar, denn der Frachtführer kann eine Anzeige bei der Marktüberwachungsbehörde erstatten. Das ist sowohl durch Anruf bei der Behörde als auch anonym über das Internet möglich. Wenn die Behörde bei einer Vor-Ort-Inspektion Mängel feststellt, kann sie z. B. eine Untersagungsverfügung oder die Rücknahme nicht gebrauchsfähiger Produkte anordnen. Wird es gegen eine solche Anordnung verstoßen, drohen Geldbußen bis zu 100 000 EUR.

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