Author: | Category: Transport News |

Sie ist und bleibt das Sorgenkind des NRW-Verkehrsministers Groschek: die Rheinbrücke der A1 bei Leverkusen. Seit dem 16. Juni 2014 ist sie wieder für LKW ab 3,5 Tonnen gesperrt, da neue gravierende Schäden an den Seilkammern festgestellt wurden.

Bereits im ersten Quartal 2013 war die Brücke für drei Monate für alle Fahrzeuge ab 3,5t gesperrt gewesen, da große Schäden festgestellt worden sind. Nun ist es wieder soweit. Die Brücke soll bis voraussichtlich Ende September für Fahrzeuge ab 3,5t gesperrt werden, um die Brücke zu entlasten und die maroden Stellen auszubessern. Laut dem Ministerium belastet ein LKW die Brücke so stark wie 60.000 PKW.

„Nehmen Sie das Fahrverbot für Lkw unbedingt ernst. Es ist keine Lappalie, die Brücke in dieser Situation weiteren unvertretbaren Belastungen auszusetzen. Wer mit zu viel Gewicht über die Brücke fährt, gefährdet das Bauwerk erheblich“ appelliert Groschek an Spediteure und Fahrer. Verstöße werden bisher mit 75€ geahndet. Seit einigen Wochen sind Blitzanlagen im Gespräch, die das Gewicht der Fahrzeuge erfassen können.

Ob die Brücke danach wieder für Fahrzeuge ab 3,5t freigegeben wird ist fraglich. Die Verbindungen von Tragseilen und Brückenkörper weisen Risse auf. Bei weiteren Belastungen kann die sichere Überquerung nicht gewährleistet werden. Schweißarbeiten würden die Seile nicht stärken sondern schwächen weswegen eine Notverstärkung in Form von Schraubverbindungen die einzige Lösung ist. Das 50 Jahre alte Bauwerk muss noch ein paar Jahre halten. Die Planungen für eine neue Brücke der A1 haben schon begonnen. Jedoch rechnen alle Beteiligten erst mit einer Inbetriebnahme der neuen Brücke ab 2020.

 

Quelle: rp-online.de, strasse.nrw.de