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Verkehrsminister Dobrindt setzt sich für Warnsysteme gegen Falschfahrer ein.

Bei durchschnittlich jedem sechsten Unfall durch Falschfahrer kommt eine Person ums Leben. Oft sind es Fahrer älteren Jahrgangs, die in die falsche Richtung auf die Autobahn auffahren oder gar wenden möchten. Dobrindt möchte dieses Jahr noch ein telematisches Warnsystem vor Falschfahrern vorstellen.

Laut Berichten des ADAC werden jährlich zwischen 2400 und 2700 Falschfahrten in Deutschland gezählt. Kommt es zum Unfall, geht dieser selten glimpflich aus. Erst vergangene Woche kamen in der Nähe von Passau drei Menschen wegen eines Geisterfahrers ums Leben. Der Unfallverursacher fuhr falsch auf die Autobahn auf. Nach 10 Kilometern endete die Fahrt für ihn, seine Beifahrerin und einen Insassen des anderen Wagens tödlich.

Im Jahr 2013 wurde eine Studie veröffentlicht, welche Altersgruppe häufiger als Falschfahrer unterwegs sei. Laut Studie sind ältere Autofahrer häufiger als Falschfahrer unterwegs als junge Autofahrer und Fahranfänger. In anderen Unfallstatistiken sind junge Autofahrer zahlreicher vertreten. Im Zeitraum 2008 bis September 2011 waren 39% der Falschfahrer über 70 Jahre alt. Die Augsburger Allgemeine Zeitung wertere die der Polizei bekannten Falschfahrermeldungen aus.

Um Falschfahrermeldungen zu reduzieren, gäbe es verschiedene Maßnahmen. So sprachen sich viele für Hinweisschilder aus wie es sie bereits in Österreich gibt. Ein Schild mit einer Hand auf dem geschrieben steht: Stop Falsch. Andere wiederum haben sich für Metallkrallen ausgesprochen, die nur in eine Richtunger überfahren werden können.

Verkehrsminister Alexander Dobrindt schlägt hingegen ein telematisches Warnsystem vor. An Gefahrenpunkten sollen Anlagen installiert werden, die den Falschfahrer und die Autofahrer auf dem betroffenen Stück warnen sollen. Das digitale Testfeld soll demnächst als Pilotprojekt vorgestellt werden, schreibt die Passuer Neue Presse unter Berufung auf das Verkehrsministerium. Es wurden Checklisten für die Sicherheit von Anschlussstellen erstellt, an denen sich die Länder orientieren können. Durch die Listen soll alles ausgeschlossen werden können, was Falschfahrten begünstigen könnte.

 

Auf der Internetseite des Spiegels können Sie fünf Konzepte gegen Falschfahrer finden.