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2021 soll der Fehmarnbelttunnel fertiggestellt werden. 18 Kilometer soll der Tunnel lang sein und Skandinavien mit Deutschland verbinden. Autos wie Züge können ihn durchfahren. Dadurch werden neue Möglichkeit für den Transport, den Handel und den Tourismus eröffnet. Baubeginn: 2015. Und in Deutschland?

2008 wurde der Vertrag zum Bau des Fehmarnbettunnels von Dänemark und Deutschland unterzeichnet. Man hatte sich geeinigt, das größte Infrastrukturprojekt von Nordeuropa durchzuführen: die Fehmarnbeltquerung. Der Tunnel soll sich über ine Länge von knapp 18 Kilometer erstrecken und aus vier Röhren bestehen. Zwei Röhren à elf Meter werden für Fahrzeuge gebaut, während zwei weitere Röhren à sechs Meter für den Schienenverkehr vorgesehen sind.

Der Schienenverkehr wird somit auch auf beiden Seiten weiter ausgebaut. Die Strecke Lübeck – Puttgarden wird auf deutscher Seite erweitert und auf der dänischen Rødbyhavn-Ringsted. Der Tunnel soll die Regionen aufbessern und besser verbinden. Grenzübergreifender Handel und eine Verkehrsentlastung sollen möglich sein. Die bisherigen Verbindungen über den Großen Belt und den Öresund sind erfolgreich gewesen. Die Region weist eine solide Wirtschaft auf. Für die Anrainer des Fehmarnbelttunnels erhoffen sich die Planer, dass Unternehmen im Bereich Life Science, also Gesundheit, Ernährungswissenschaft und IT, sich dort ansiedeln werden.

Finanziert wird der Tunnel von Dänemark. Das 5,5 Mrd. Euro teure Projekt wird vom Staatsunternehmen Femern A/S geplant, durchgeführt und gebaut. 2015 erfolgt der Spatenstich für den Absenkungstunnel. Sechs Jahre später soll der Bau fertiggestellt und Skandinavien mit Deutschland besser verbunden sein. Mit dem Tunnel wäre eine weitere Verbindungslücke geschlossen und bietet viele attraktive Möglichkeiten für Wirtschaft und Anwohner. Eine Stunde an Fahrzeit kann eingespart werden. Einziger Haken an der Sache ist, dass die Arbeiten auf deutscher Seite noch nicht einmal geplant sind und die Dänen in sieben Jahren anklopfen werden. Der Tunnel würde bisher mit der Sundbrücke verbunden werden; einer in jede Richtung einspurigen Brücke, die zudem noch sanierungsbedürftig ist. Die Deutsche Bahn hat bereits angekündigt eine zweispurige Bahntrasse entlang der A1 zu bauen und so die Bahnverbindung zu optimieren und an die zwei aus Dänemark kommenden Trassen anzubinden.