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Frachtbörsen sind aus dem Alltag vieler Speditionen und Frachtführern nicht mehr weg zu denken. Durch die Ausschreibeplattformen werden schnell neue Aufträge angeboten oder angenommen und langfristige Geschäftspartner gefunden. Es gibt viele Plattformen, die sich nur durch Details unterscheiden. Marktführer aktuell ist das Düsseldorfer Unternehmen TimoCom Soft- und Hardware GmbH.

Durch die Globalisierung und dem Drang nach schnellerer Kommunikation und Auftragsabwicklung, wurde die Internetverbindung immer schneller und das Internet ein unverzichtbares Tool um Frachten und Laderäume anzubieten, sowie Kunden zu akquirieren. Über Frachtenbörsen werden mittlerweile zahlreiche Geschäfte abgewickelt. „Die erste Frage der Frächter an uns Spediteure ist häufig jene nach der TimoCom-Nummer“, erzählt Davor Sertic, Geschäftsführer von Unitcargo.

Frachtenbörsen können als Wirtschaftsindikator gesehen werden, da dort die Marktbewegungen und das Marktvolumen deutlich erkennbar sind. Das Verhältnis zwischen Ladungen und Güter national und international zu Laderaum werden z.B. durch das Transportbarometer der TimoCom prozentual dargestellt. Mithilfe des Transportbarometers, welches nahezu in Echtzeit die Daten berechnet, können Disponenten Ihre Disposition besser planen und auf Preisschwankungen reagieren.

Manche trauen den Frachtenbörsen nicht und sehen sich von ihnen bedroht und einem Preisdumping ausgesetzt. Die Börsen tragen zu Transparenz der Frachten, Laderäume und Preisen bei und wenn man mit dem angebotenen Preis nicht einverstanden ist, besteht die Möglichkeit nachzuverhandeln. Wichtig ist zu beachten, dass die Verträge und Preise nicht mit der Frachtenbörse, sondern mit dem Auftraggeber selbst geschlossen werden „Wir halten uns aus den Preisverhandlungen komplett raus, wir geben keinen Preis für Transportunternehmen vor. Der Geschäftsabschluss findet außerhalb der Plattform zwischen den Teilnehmern statt. Richtig ist allerdings: Die Börse trägt zur Transparenz bei,“ bekräftigt Chief Representative Marcel Frings.

Es gibt in jeder Branche sogenannte „schwarze Schafe“. Im Transportgewerbe lassen diese Frachten verschwinden oder haben eine schlechte Zahlungsmoral. Die Branche wappnet sich und investiert immer mehr in die Sicherheit auch um die „schwarzen Schafe“ auszusortieren. Wer das Truck & Cargo Portal der TimoCom nutzen will, muss bestimmte Voraussetzungen erfüllen, wie z.B schon mindestens sechs Monate als Frachtführer tätig sein. Zusätzlich werden Unterlagen eingefordert und geprüft. Bei grünem Licht kann das Portal genutzt werden.

Für den Wiener Neudorfer Transporteur Fritz Müller sind die Frachtenbörsen „schon längst kein emotionales Thema mehr – sie gehören dazu, und wir alle haben gelernt, damit umzugehen.“

 

Quelle: timocom.de, industriemagazin.net