Autor: | Kategorie: Firmenporträts |

GEZSobald man „GEZ“ nur hört, stellen sich einem die Haare im Nacken auf und alle Alarmglocken klingeln. Jeder Privathaushalt führt sie ab und jedes Unternehmen führt sie ab: die GEZ, bzw. seit Anfang des Jahres: den Beitragsservice des ZDF und der ARD. Das Unternehmen Sixt musste im ersten Quartal 717.911,89 Euro zahlen und erwartet für die kommenden Quartale noch höhere Bescheide.

Wie kommt man auf so einen hohen Betrag an Gebühren? Die Reformierung der GEZ sollte doch von nun an nicht mehr geräteabhängig sein sondern alles einfacher machen. Der Beitrag errechne sich aus Anzahl der Beschäftigten und der Betriebsstätten. Pro Betriebsstätte ist ein KFZ-Fahrzeug von der Gebühr befreit. Bis hier scheint alles sehr einfach und übersichtlich. Nur die Unternehmen, die mehrere Stätten haben, müssen wie Sixt tiefer in die Tasche greifen. Der Fahrzeugvermieter Sixt, der auch LKW vermietet, muss mit einer Jahreszahlung von über 3 Millionen Euro rechnen. Eine unverschämt hohe Summe, wenn man bedenkt, dass Einige, die Automieter, die Beiträge doppelt zahlen müssen.

Vorstandsvorsitzender Erich Sixt hierzu: „Der Bescheid des Bayerischen Rundfunks dürfte wohl auf den höchsten Betrag lauten, den eine Rundfunkanstalt jemals von einem Beitragszahler für ein Quartal verlangt hat. Die meines Erachtens missratene Gebührenreform schafft für viele Unternehmen Mehrbelastungen, führt zu einem erheblichen bürokratischen Mehraufwand und zementiert Ungerechtigkeiten. Denn der Nutzer der Radios in den Mietwagen sind unsere Kunden, die privat ohnehin schon Gebühren zahlen müssen. Es wird deshalb höchste Zeit, diesen Gebührenwahnsinn rechtlich  überprüfen zu lassen.“

Vor drei Jahren wurde bereits errechnet, dass der ARD ZDF Deutschlandradio Beitragsservice Mehreinnahmen von mehr als einer Milliarde erhalten könnte, obwohl eine Aufkommensneutralität hierfür gilt.  Rechtswidrig? Seither werden Stimmen laut, dass die Reform verfassungswidrig sei. Laut einer Studie des NDR, kann die Gebühr auch als Steuer gesehen werden. Es wird Zeit, dass sich etwas ändert und endlich Licht ins Dunkel gebracht wird.

Dem Beitragsservice Deutschland müssen unendlich viele Daten übermittelt werden, Betriebsgröße, Anzahl der Betriebsstätten, Anzahl der Firmenwagen etc. Dass dieser bürokratische Aufwand nur schwer zu meistern und nachzuvollziehen ist, liegt auf der Hand und erklärt auch die Schreiben an Verstorbene wie Friedrich Schiller, Adam Ries und sogar an die Heilige Walburga. Werden die erhobenen Daten nicht überprüft sondern nur nach Schema F weitergeleitet?

 

quelle: sixt.de, WiWo