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Wenn es um intermodalen Verkehr geht, wissen die Amerikaner ganz genau, wo es langgeht. Laut der Vereinigung US-amerikanischer Eisenbahnen (ARR), sei diese Transportweise nämlich ein echter Erfolg. Das untermauert zum Beispiel die Rekordhöhe von 13,5 Mio. Containern und Trailern, die im vergangenen Jahr befördert wurden. Mittlerweile sind intermodale Verkehre der größte Umsatzbringer in der Branche und lösten die klassischen Kohletransporte ab.

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Ursache ist die steigende Zahl an Containertransporten: Während vor 25 Jahren der Anteil an intermodalen Verkehren bei rund 40% lag, sind es heute fast 90%.

Die Erklärung ist einfach wie effektiv: Die Blechboxen können je nach Bedarf einfach umgeschlagen werden und den Verkehrsträger wechseln. Außerdem sind sie stapelbar. So reisen jeweils zwei Boxen übereinander („double stacked“) – ein gigantischer Produktivitätsgewinn, der die Schiene in Konkurrenz zur Straße weit nach vorne bringt.

Auch der Mangel an Fahrern bei US-Truckern hat für den intermodalen Schienenverkehr positive Auswirkungen. Mussten für beispielsweise 30 Container mehrere Trucks und entsprechend Fahrer für eine lange Strecke zur Verfügung gestellt werden, so fällt auf einen Zug ein Zugführer an. Die Personalkosten sind somit deutlich geringer. Zudem ist das zulässige Gesamtgewicht US-amerikanischer LKW 35 t. Ein Zug kann deutlich mehr an Gewicht transportieren.

Die Entwicklung vom Einzelwagen hin zum Kombinierten Verkehr lässt sich zudem anhand von Zahlen ausdrücken: Wurden 1994 noch rund 11% konventionell transportiert, waren es zehn Jahre später nur noch 3%.