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Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer lässt seit Januar Gigaliner auf deutschen Straßen testen. Die Opposition ist empört und reicht Klage ein. Trotzdem sind seit dem 1. Januar die über 25 Meter langen XXL-Laster in sieben Bundesländern zugelassen.

Der Test ist zuerst auf fünf Jahre begrenzt. In diesem Zeitraum sollen rund 200 Langlaster auf ausgewählten Strecken durch Deutschland fahren und so Vor- und Nachteile ihres Einsatzes deutlich machen. Das Gewicht ist auf 44 Tonnen begrenzt – so schwer sind große Lkw auch heute schon unterwegs. Einen 60-Tonner, wie er etwa in Schweden durch die Landschaft rollt, soll es in Deutschland auch in der Zukunft nicht geben.

Der Gigaliner wird auch Ökoliner genannt, denn zwei von ihnen ersetzen drei herkömmliche Lkw. Durch ein Drittel mehr Platz im Lkw sinken Verbrauch und Schadstoffemission. Das Bundesamt für Straßenwesen berechnet, dass es sogar zwischen 15 und 25 Prozent Dieselsprit und CO2-Emissionen pro Ladeeinheit weniger sind als im normalen Lkw.

Mehr Platz heißt jedoch auch mehr Länge. Obwohl der XXL-Laster „nur“ 6,50 Meter länger ist, sieht das Fahrzeug doppelt so lang aus wie ein herkömmlicher Laster. Vorne ist es ein normaler Lkw mit Ladefläche und drei Achsen. In der Mitte folgt eine spezielle Anhängerkupplung mit nochmals drei Achsen. Darauf wiederum liegt ein langer Anhänger mit weiteren zwei Achsen an dessen Ende. Möglich sind noch vier andere Kombinationen.

Quelle: http://www.welt.de