Author: | Category: Logistik & Umwelt |

Green City Cargo ist ein Projekt bei dem es darum geht, Lösungen zu entwickeln, um den Stückgutverkehr in Innenstädten zu reduzieren. Laut Studien aus dem niederländischen Breda könnten dort 90% der innerstädtischen LKW-Fahrten eingespart werden. Luft- und Lärmbelastungen würden stark reduziert werden.

Quelle: logistikakademie.com

Städte leiden unter einer hohen Lärm- und Luftbelastung. In einigen Metropolen gibt es Smogalarm; man sieht den Himmel nicht mehr, und die Stadt versinkt in einer Art Nebel. So schlimm ist es in Deutschland bisher nicht und deswegen heißt es: vorsorgen! Genau aus diesem Grund haben der Green logistics world e.V. und die Logistik Akademie Janz das Projekt Green City Cargo ins Leben gerufen. Im Raum stehen Überlegungen zu sogenannten Sub-Hubs und alternativen Transportmöglichkeiten.

Durch Sub-Hubs, Lagerhallen am Stadtrand oder auch kurz vor der Innenstadt, müssten LKW nicht mehr durch die Städte fahren. Die Ware wird in den Sub-Hubs zwischengelagert und dann via Zwei-, Drei- oder Vierrad abgeholt. „Die Stückgut-Speditionen fahren meist vormittags in die Innenstädte und Fußgängerzonen, weil sie sich an Lieferzeitbeschränkungen halten müssen. Nicht alle Güter brauchen aber einen Lkw, oft ist ein Fahrrad viel besser„, sagt Janz, Geschäftsführer der Logistik Akademie Janz in Dornstadt.

Ob sich die Idee durchsetzt? Wünschenswert wäre es, denn die Luftqualität mancher Städte verschlechtert sich konstant. Seit dem 1. März 2007 gibt es zwar die Plakettenpflicht, mit der erreicht werden sollte, dass „Dreckschleudern“ nicht mehr durch Innenstädte fahren dürfen und der Feinstaubgehalt sinkt. Trotz der Auflagen und sogar Geschwindigkeitsreduzierungen ist es bisher zu keiner Verbesserung der Luftqualität in deutschen Städten gekommen. Laut einer Studie aus den Niederlanden könnten aber viele Transporte im Stadtgebiet durch Verlagerung und Umdisponierung eingespart werden.

An den hohen Lärm- und Schmutzemissionen hat der Stückgutverkehr einen großen Anteil. Sendungen zwischen 30 und 1.000 Kilogramm sind so ungünstig auf Fahrzeuge verteilt, dass laut der niederländischen Studie der Stadt Breda 90% der Fahrten eingespart werden könnten. „Die Lkw fahren oft halbvoll los, um die Lieferzeiten einzuhalten“, sagt Janz. Demnach könnten durch gezielte Bündelung und Verteilung unnötige Fahrten vermieden werden.

Wird der erste Schritt gemacht und der Stein ins Rollen gebracht, warum nicht? Go Green City Cargo! Zu Beginn soll ein Feldversuch in kleinem Maßstab mit einer Handvoll Speditionen gestartet werden. Es gibt bereits Gespräche mit der Stadt München, wo das Vorhaben erstmals in Deutschland in die Praxis umgesetzt werden könnte.

 

Quelle: eurotransport.de, logistikakademie.com, logpr.eu