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Frankreich verbietet Kopfhörer für Kraftwagen- und Fahrradfahrer

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Ab dem 1.7.2015 gilt das Verbot von Kopfhörern im Straßenverkehr in Frankreich. Missachten wird mit einem Bußgeld von bis zu 135€ gestraft, sowie Punktverlust (für französische Verkehrsteilnehmer).

Ziel sei es, die Zahl der Unfalltoten zu senken und zu verhindern, das sich Verkehrsteilnehmer von ihrer Umgebung abschotteten und sich dadurch nicht mehr auf den Straßenverkehr konzentrierten. Somit ist es im Auto verboten, das Handy zu benutzen. Die einzige Möglichkeit Anrufe während der Fahrt entgegen zu nehmen, sei den Anrufer auf „Laut“ zu stellen und Anrufe über Blutoothboxen entgegen zu nehmen oder zu tätigen.

In Frankreich werden Dinge verboten, die gefährlich werden könnten. In England setzt man auf Prävention, in dem versucht wird, das Verhalten der Menschen zu ändern. So wurden zahlreiche festinstallierte Radarmessstellen entfernt, während die Zahl in Frankreich stetig steigt.

„In Frankreich wird alles direkt verboten. Die Fahrer haben es satt. Aber unsere Kultur ist so, dass nur harte Maßnahmen dafür sorgen können, dass die Zahl der tödlichen Unfälle sinkt. In England konzentriert man sich darauf, das Verhalten der Verkehrsteilnehmer zu ändern.“

Das Kopfhörerverbot betrifft jeden Verkehrsteilnehmer, ausgenommen Fußgänger. Motorisierte Verkehrsteilnehmer dürfen ab dem 1. July 2015 ihr Handy nicht mehr zwischen Ohr und Helm klemmen. Ein Bußgeld droht. Ebenso für Fahrradfahrer, die mit Kopfhörern im Ohr erwischt werden.

 

Ob das auch ein Verbot für Deutschland wäre? Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr, die durch Handys und/oder Musik abgelenkt waren, steigt enorm.