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Beinahe täglich hört man in den Nachrichten, dass ein LKW seine Ladung verloren hat oder die Ladung nicht richtig gesichert wurde. Seien es Getränkekisten, Bauteile oder Altkleider. Die Autobahnen sind danach meist für Stunden gesperrt und Sachschäden im sechs-stelligen Bereich entstehen. Ende Juni fanden in Köln am Autohof Eifeltor die Ladungssicherungstage statt, wo neue Produkte und Techniken zur Ladungssicherung vorgestellt wurden.

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Ich selbst saß zum ersten Mal an jenem Donnerstag in einem LKW und hab mich mit meinem Kollegen auf die Fahrt von Düsseldorf nach Köln begeben. Die Aussicht über die Straße ist bemerkenswert, jedoch ist das Linksabbiegen nicht so einfach. Die Sicht nach rechts ist stark eingeschränkt. Auf der Autobahn habe ich feststellen müssen, dass viel gedrängelt wird, viele unnötige Überholmanöver getätigt werden und dass es generell sehr unruhig und ruppig auf den Straßen zugeht. Viele denken, dass sie durch ihre unnötigen Überholungen Zeit gewinnen könnten, dabei kostet es nur Nerven und Zeit. Für den Fahrer sowie für die anderen Verkehrsteilnehmer.

Am Autohof Köln Eifeltor fanden die Ladungssicherungstage statt. Wie sichere ich die Ladung und ist sie dann auch wirklich sicher? Die Besucher, darunter viele Berufsschüler, haben sich einen Eindruck von der Branche verschafft. Es gab viele Vorträge zur Ladungssicherung aber auch Interaktives wie die „Toter-Winkel-Schulung“ oder die Vorführung, was passiert, wenn die Ladung nicht gesichert ist und der LKW eine Vollbremsung bei 5okm/h machen muss. Die Antwort liegt auf der Hand: alles fliegt kreuz und quer durch den Anhänger! Das ist nicht gut für die Balance des LKW und die Ladung geht meist kaputt. Um zu verhindern, dass sich die Ladung verselbstständigt, gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Ladungssicherung aber natürlich auch, Hilfswerkzeuge. (hierzu mehr im nächsten Blog).

Zudem konnte man beim Überschlagsimulator vom ADAC herausfinden, wie es ist, sich mit einem Auto zu überschlagen. Natürlich angeschnallt. Sachen, die lose im Auto sind, sollten demnach gesichert werden, da sie sonst zu gefährlich Geschossen werden können. Am besten ist es, unnützes Zeug aus dem Auto zu entfernen oder in den Kofferraum legen!

Die Transportbotschafter haben mit Hilfe der Besucher gezeigt, dass über 25 Personen im toten Winkel eines LKW verschwinden können. Jeder hatte einmal die Möglichkeit sich hinters Steuer des LKW zu setzen und selbst zu überprüfen, ob wirklich so viele sich dort verstecken können. Was nun zu beachten ist, wenn man sich einem LKW nähert: Platz lassen, nicht überraschend bzw. schnell vorbeiziehen. Selbst wenn man vor dem LKW steht oder vorbeigeht, wird man nicht gesehen! Das Sichtfeld nach unten sowie zur Seite ist eingeschränkt. So kann man Unfälle leicht vermeiden.