Autor: | Kategorie: Firmenporträts, Logistik & Umwelt, Transport News |

Seit über einem Jahr fahren nun die Lang-LKW auch als Giga-Liner auf ausgewählten deutschen Straßen. Der Feldversuch lief schleppend voran doch jetzt kommt Bewegung. BMW und die Deutsche Post bestätigen Interesse an den Lang-LKW. DB Schenker hingegen hat abgesagt. Die Nachfrage ist schleppend, da es mehr Gegner als Befürworter gibt.

Bis 2015 soll das Verkehrsaufkommen insbesondere im Güterverkehr massiv zunehmen. Das Straßennetz muss demnach ausgebaut werden. Alternativ steht im Raum den Verkehr auf die Schiene zu verlegen oder die Fahrzeuge leistungsfähiger zu machen.

Ab Januar 2012 dürfen die Lang-LKW, die 6.50m länger sind als herkömmliche LKW auf ausgewählten Strecken in sieben Bundesländern fahren. Das Ministerium rechnet mit einer Teilnahme von etwa 200 Fahrzeugen, bisher sind 36 Fahrzeuge unterwegs und nur 15 Speditionen haben sich bisher für den Feldversuch angemeldet. Einige Spediteure warten jedoch noch auf die Genehmigung. Durchschnittlich sind die bisherigen Lang-LKW 7.5 Stunden am Tag unterwegs und legen eine Strecke von 500km zurück.

 

Mitte Januar verkündete BMW, dass sie am Feldversuch ab Februar 2013 teilnehmen und mit zehn Fahrzeugen pro Tag auf ausgewählten Strecken zwischen Werken, Distributionszentren und Verteilzentren planen. Laut der Spedition, die für BMW fahren wird, können somit mindestens drei Fahrten eingespart werden. Die Fahrzeuge können verschieden angekuppelt werden, je nachdem welche Ladungen man braucht. Während der Feldversuche darf das Gewicht von 40t nicht überschritten werden.

Vorteile, die nicht nur Speditionen sondern auch das Verkehrsministerium sehen, sind die Einsparungen an Kosten und Kraftstoff sowie die Senkung des Schadstoffausstoßes. Fahrten können aufgrund des höheren Fassungsvermögens eingespart werden. Kosteneinsparungen in Krisenzeiten und Mauterhöhungen also eine gute Sache. Jedoch zögern viele Speditionen mit ihrer Teilnahme, da nur sieben Bundesländer teilnehmen und der Warentransport durch Lang-LKW erschwert wird. Hinzukommt, dass die Bevölkerung gegen die Lang-LKW ist, da sie die Sicherheit im Straßenverkehr mit ihrer Länge gefährden. Hinzukommt, dass die Straßen und Brücken stärker belastet werden

Der Feldversuch läuft fünf Jahre und wird wissenschaftlich begleitet. Die Ergebnisse werden zeigen, inwiefern sich die Investition in Lang-LKW lohnt.

Quelle: eurotransport.de



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