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Im Ausland, vor allem bei unseren Nachbarn auf der Insel oder auf der anderen Seite des Ozeans, ist es alltäglich geworden, sich seine Lebensmittel nicht mehr im Geschäft zu kaufen, sondern auf der Homepage des Supermarktes seiner Wahl zu bestellen und am nächsten Tag zu einer vereinbarten Zeit liefern zu lassen. Wie man sich denken kann, ist dies mit einem hohen logistischen Aufwand verbunden, jedoch funktioniert es und erfreut sich Popularität.

In Deutschland steckt der Lebensmittelkauf über das Internet noch in den Kinderschuhen, weist aber hohes Potential auf. Für die Kunden ist es zeitsparend und der Einkauf kann bequem von der Couch aus gemacht werden. Nur die Frage die sich hier stellt ist folgende: Sind die Produkte frisch und Mängelfrei? Wenn man im Supermarkt steht, fasst man die Produkte an, riecht an denen und nimmt sie genau unter die Lupe. Beim Kauf über das Internet, muss man sich auf die Frischequalität und das Versprechen verlassen.
Hier sind die Logistiker nun gefragt: inwiefern ist es möglich, verderbliche Ware innerhalb kürzester Zeit zum Kunden zu bringen? Und wird sich der Online-Lebensmittel-Kauf an steigenden Zahlen erfreuen können? Ulrich Reinhardt, Zukunftsforscher und Planungsstab des Bundeskanzleramts, ist der Meinung, dass den meisten Kunden von übermorgen nicht der Preis, sondern die Schnelligkeit der Lieferung am wichtigsten sein wird.
Bisher sprechen die Zahlen für sich: im Vergleich zum letzten Jahr zur selben Zeit konnte der Onlineversand von Lebensmitteln, Delikatessen und Wein den Umsatz um 53% steigern. Die Logistiker stellen sich den hohen Anforderungen der Kunden mit Bravour. Das Wichtigste für den Kunden sei, dass die Ware vollständig und in gutem Zustand sei und schnell geliefert werde.
Dachser hat ein System ausgearbeitet, in dem eine Ware aus der „Produktion des Kunden oder von Zulieferanten, die in der ganzen Welt sitzen können, in eines von Dachsers Warehouses gebracht, dort gelagert, kommissioniert, konfektioniert und anschließend zu nahezu jedem Punkt in Europa zugestellt werden.“ Durch solche Systeme wird die Qualität gewährleistet. Jetzt müssen nur noch die Supermärkte ihre Webseiten mit kundenorientieren Produktnamen überarbeiten und der online-Versand wird seinen Umsatz weiter steigern können.

Quelle: mm-logistik.vogel.de