Autor: | Kategorie: Firmenporträts, Lagerbörse, Logistik & Technik, Logistik & Umwelt, Transport News |

Online-Händler sind verstärkt auf der Suche nach Logistik-Zentren doch kommen die Bauleiter mit dem Bau von neuen Zentren der Nachfrage hinterher. Der Online-Handel steigt aufgrund wachsender Absatzzahlen von Smartphones und Tablets rapide. Wurden früher nur Bücher verschickt, gibt es mittlerweile fast nichts, was nicht über das Internet erworben werden kann. Wo soll alles gelagert werden?

Heute muss alles schnell gehen und die Lagerkosten sollen so niedrig wie möglich, am besten gleich Null, gehalten werden. Es hat sogar geheißen, dass LKW auf Deutschlands Autobahnen zu rollenden Lager umfunktioniert würden. Just-in-Time-Produktion nennt man die Reduzierung der Lager und der damit verbundenen Kosten. Doch die Lager sind gut gefüllt und ausgelastet und die Ware muss auf LKW verladen werden. In München beträgt die Leerstandquote aktuell 1,26 %.

Der Online-Handel boomt. Im letzten Jahr wurde 34 Milliarden Euro an Waren umgesetzt, bis 2015 sollen mehr als 42 Milliarden Euro umgesetzt werden. Ist das ein Scherz? Das Internet ist mittlerweile jeder Person in Deutschland zugänglich und die Smartphones vereinfachen das online-Geschäft ungemein. Ingmar Böckmann, Experte für Online-Handel beim bvh, erklärt die Situation wie folgt: „Immer mehr internetaktive Händler bieten deshalb spezielle Apps für diese Geräte an oder optimieren ihre Internetseiten für Smartphones und Tabletts.“ Durch das Smartphone hat man die Möglichkeit schnell die Preise zu vergleichen und sich durch Berühren des Displays das Gewünschte nach Hause schicken zu lassen.

Eine höhere Nachfrage nach Waren bedeutet auch eine höhere Nachfrage an Lagerflächen. Ebenso steigt das Fahraufkommen pro getätigte Bestellung. Ein Klick zieht einen ganzen Rattenschwanz mit sich jedoch Eins nach dem Anderen. Die Lagerflächen. Lagerflächen versprechen eine hohe Rendite und sind günstiger als Gewerbeflächen. Jedoch sind sie im Gegensatz zu den Gewerbeflächen in Großstädten sehr rar.

Im September 2012 brachte das Düsseldorfer Unternehmen TimoCom Soft- und Hardware GmbH die Lagerbörse an den Start. Durch die Lagerbörse werden Lagerflächen europaweit angeboten. Lagerflächensuchende werden ebenfalls sehr schnell fündig. „Auf diese Weise können unsere Kunden besonders schnell und flexibel auf mögliche Lager-Engpässe reagieren“, sagt Timocom-Sprecher Marcel Frings. Die Lagerbörse findet guten Zulauf und erleichtert vielen Händlern die Suche nach Lagerflächen.

 

Quelle: welt.de