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Im Juni 2021 hatten ALDI Nord und ALDI SÜD mit dem “#Haltungswechsel” einen groß angelegten Umstieg auf tierschutzgerechtere Haltungsformen für Frischfleisch angekündigt. Die Discounter stießen damit auf große Resonanz und lösten eine breite Debatte über den notwendigen Umbau der deutschen Landwirtschaft aus. In einem nächsten Schritt wird ALDI sein Tierwohlversprechen auf sein gesamtes Sortiment an Milchprodukten** ausweiten.

Bis spätestens 2030 werden dann 100 Prozent der Milch* bei ALDI Nord und ALDI SÜD aus den Haltungsformen 3 und 4 stammen.

Tanja Hacker, Managing Director Category Management bei ALDI Nord, erklärt: “Die Entwicklung der letzten Jahre zeigt es: Die Nachfrage nach tierfreundlichen Produkten steigt stetig. Mit unserer Anzeige schaffen wir Planungssicherheit auf der Marktseite, um auch in der Milchviehhaltung den Umstieg auf mehr Tierwohl im großen Stil zu realisieren”. Erik Döbele, Managing Director National Buying bei ALDI SÜD ergänzt: “Bereits heute stammen rund 25 Prozent unserer Milch aus den Haltungsformen 3 und 4. Die gestiegene Nachfrage unserer Kundinnen und Kunden hat uns in unserer Entscheidung bestärkt, die Umstellung der Haltungsform auch bei der Milch umzusetzen”. Dazu setzt ALDI konsequent auf Milch aus deutscher Herkunft: So beziehen ALDI Nord und ALDI SÜD bereits heute Frischmilch und ab 2024 auch H-Milch komplett aus deutscher Landwirtschaft.

Die Transformation folgt einem Stufenplan mit klar definierten Meilensteinen:

  • Bereits heute stammen 25 Prozent der Milch* bei ALDI Nord und ALDI SÜD aus den Haltungsformen 3 und 4.
  • Bis 2023 wird dieser Anteil auf 40 Prozent steigen.
  • Bis 2024 wird ALDI bei Milch* komplett auf Haltungsform 1 verzichten. Ab diesem Zeitpunkt werden die Unternehmen nur noch Milch aus deutscher Herkunft** kaufen.

Umstellung geht nur gemeinsam

Mit der Umstellung der Tierhaltung und den damit verbundenen Schritten sendet ALDI ein klares Signal an den Markt: “Wir verstehen uns ausdrücklich als Partner in der Wertschöpfungskette und bieten den Landwirtinnen und Landwirten mit einem realistischen Stufenplan mehrjährige Planungssicherheit und verlässliche Absatzperspektiven für Tierwohlprodukte aus Deutschland”, erklärt Erik Döbele. “Gleichzeitig möchten wir weiterhin an Politik, Handel und Industrie appellieren, gemeinsam mit uns an einem der wichtigsten Transformationsprojekte zu arbeiten, nämlich die Zukunft der deutschen Landwirtschaft zu sichern. Denn nur gemeinsam können wir den Wandel erfolgreich gestalten”.

Transparente Kennzeichnung für mehr Tierschutz

Seit dem 1. Januar 2022 gilt die etablierte Kennzeichnung der Haltungsform auch für Milch. Die entsprechenden Kriterien werden von der “Gesellschaft zur Förderung des Tierschutzes in der Nutztierhaltung” festgelegt. ALDI steht derzeit in engem Kontakt mit seinen Partnern und Lieferanten, um so schnell wie möglich die Kennzeichnung der Haltungsform auf den Milchverpackungen seiner Eigenmarken anzubringen. Die ersten Milchartikel mit der Kennzeichnung der Haltungsform werden voraussichtlich im ersten Quartal 2022 bei ALDI erhältlich sein. Zu Beginn werden vor allem Milchprodukte aus den Haltungsformen 3 und 4 entsprechend gekennzeichnet. Alle anderen Haltungsformen werden rasch folgen.

*Basierend auf dem Umsatz (Durchschnitt ALDI Nord & ALDI Süd), der in Deutschland mit Konsummilch von Eigenmarken, ohne Markenartikel, erzielt wird.
**Bezogen auf Konsummilch der Eigenmarken, ohne Markenartikel und internationale Spezialitäten.

Quelle: Aldi Pressemeldung