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Der Shell Eco-Marathon existiert in seiner jetzigen Form seit 1985. Studenten der ganzen Welt bauen futuristische Prototypen oder Fahrzeuge  für den urbanen Gebrauch und ermitteln welches Fahrzeug mit einem Liter Benzin oder dem Äquivalent eines Liters am weitesten fahren kann.

Neue Antriebe

Vom 15. – 18. Mai flitzen die Arbeiten von Studenten wieder über den Stadtkurs von Rotterdam. Auf der 25 kilometerlangen Strecke geht es nicht um Schnelligkeit, sondern vielmehr um den Verbrauch des Fahrzeugs. Nicht das schnellste, sondern das sparsamste Fahrzeug gewinnt. Der Rekord in der Klasse der benzinbetriebenen Fahrzeuge liegt bei einer Strecke von 3.836km mit einem Liter Treibstoff. In der Klasse der alternativen Treibstoffe schafft man es mit dem Äquivalent von einem Liter Diesel auf unglaubliche 8052 Kilometer.

Die tatsächliche Strecke wird nicht komplett gefahren, sondern nach 25 Kilometern werden der Verbrauch und die damit möglich zurückzulegende Strecke errechnet. Die Strecke muss innerhalb von 50 Minuten absolviert werden. Zahlreiche internationale Hochschulen mit insgesamt 3.000 Studenten aus 26 Ländern stellen 200 Teams (20 aus Deutschland) und nehmen an dem Wettbewerb in zwei Kategorien teil: futuristischer Prototyp und Urban Concept. In beiden Wettbewerben wird traditionell mit Benzin gestartet und auch mit alternativen Antrieben wie Ethanol oder Wasserstoff.

Folgende Voraussetzungen gibt es für die Fahrzeuge:

  •  Alle Fahrzeuge müssen mit Feuerlöscher, Hupe, Sicherheitsgurt, Überrollbügel, Rückspiegel und mit zwei voneinander unabhängigen Bremsen ausgerüstet sein
  • Die maximale Breite beträgt 1,10 m
  • Das Verhältnis Höhe/Breite = 1,25 darf nicht überschritten werden
  • Design, Materialien und mechanische Bestandteile können frei gewählt werden

Ein ganz wichtiger Faktor wenn es um spritsparende Fahrzeuge geht, ist das Gewicht. Die Flitzer wiegen zwischen 30 und 60kg und werden meist von einer Fahrerin gesteuert. Jedes Jahr aufs Neue wird versucht das Gewicht durch intelligenten Einsatz von Werkstoffen wie Naturfasern oder Kohlefasern zu reduzieren.

Der Wettbewerb existiert bereits seit 1938, als zwei Shell-Wissenschaftler eine Wette abschlossen, wer mit seinem Gefährt mit einer Gallone Sprit weiterkäme. Weltweit gibt es drei Eco-Marathons: in Großbritannien auf dem Rockingham Motor Speedway, dem Auto Club Speedway in den USA und auf dem Circuit Paul Armagnac in Frankreich. Seit 2012 wird statt in Frankreich nun in Rotterdam gefahren.

Quelle: shell.com, ecomarathon.de, spiegel.de